2. März

Regie: Robert Rodriguez
USA 2007
105 Min., 35mm, DF
Mit Rose McGowan, Freddy Rodríguez, Josh Brolin, Marley Shelton, Michael Biehn u. a.

Die böse US-Army hat bloß ein wenig biologischen Kampfstoff in die staubige texanische Luft geblasen, da wanken die einheimischen Rednecks schon als hirntote, schleimtriefende Zombies durch die Gegend. Die Seuche droht sich über den ganzen Planeten auszubreiten. Doch Hilfe naht von einem jungen Waffenexperten, einer Stripperin mit MG-Beinprothese und einer Anästhesistin mit spezieller Injektionstechnik…

Robert Rodriguez präsentiert zum Einstieg eine melancholische Stripperin (Rose McGowan), die viele „nutzlose Talente“ besitzt und eigentlich Stand up-Comedian werden wollte. Daraus wird nix mehr, denn die Dame verliert bei einer Zombie-Attacke ein Bein. An dessen Stelle tritt ein Maschinengewehr, das für hohe Verluste unter den Untoten sorgt. Starke Frauen, überdrehter Action und Fun-Splatter galore: Robert Rodriguez lässt seinen filmischen Kindheitserinnerungen freien Lauf und präsentiert ein schwerst unterhaltsames Spektakel, das jeden Genre-Fan, der die goldenen Achtziger erlebt hat, die Freudentränen in die Augen treibt. Für den passenden Look sorgt wie schon in Death Proof das digital gealterte Filmmaterial samt liebevoller Retro-Ausstattung. Nett auch der Fake-Trailer „Machete“ zu Beginn. 
Dabei ist Planet Terror eher Action- als Zombiefilm: Großkalibrige Waffen und tonnenweise Pyrotechnik kommen zum Einsatz, Explosionen und herrlich überzogene Schießereien bestimmen das Geschehen. Die Zombies – bzw. die von ihnen angerichteten Sauereien können sich natürlich auch sehen lassen. Für die exzellenten Make-Up-Effekte zeichnet sich Greg Nicotero verantwortlich, der schon die Atom-Mutanten in The Hills have Eyes schminkte.

Den Humor von Planet Terror kann man als satirisch bezeichnen; das ganze Projekt badet in Enthusiasmus und echter Fan-Liebe zu einer Art von Film, über den der Normalbürger gerne die Nase rümpft. 
Was sagt Herr Rodriguez zu seinem Film?: „Da gibt es Sequenzen, die völlig jenseits sind, völlig bizarr. Wo man sich fragt, ob man sich das eingebildet hat oder ob das alle anderen auch gesehen haben. Die besten Grindhouse-Movies haben das geschafft – ihr Publikum tatsächlich in Traumzustände zu versetzen.“ (aus einem Interview im Standard).
Träumt schön!

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