20. Januar

Who’s Afraid of Virginia Woolf?
USA 1966
131 Minuten, 35 mm
Regie: Mike Nichols
Mit Elizabeth Taylor, Richard Burton, Sandy Dennis, George Segal

Liz Taylor und Richard Burton als alternde Eheleute, die in einer nicht enden wollenden Sommernacht, durch reichlich Bourbon enthemmt, ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Der seit langem angestaute Hass beider auf sich selbst und die/den Andere/n bricht heraus. Gnadenlos fallen George und Martha, die sich nach vielen Jahren des Zusammenlebens in- und auswendig kennen, übereinander her, bohren in alten und unverheilten Wunden des Anderen, nutzen jede sich bietende Blöße zu einem sicher und kraftvoll geführten Hieb. Die Waffen sind Zynismus und Erniedrigung, Beleidigung und Aggression, Demütigung und seelische Grausamkeit. Da ihre Kraft und Ausdauer im Austeilen nur von ihrer Zähigkeit im Einstecken erreicht wird, steigern sie sich in einen wahren Taumel voller Niedertracht und Boshaftigkeit, in den sie all ihre Enttäuschung, Wut und Verzweiflung legen. Die beiden mehr zufällig anwesenden Gäste versuchen der peinlichen Situation zu entfliehen; doch zu spät. Als Werkzeuge für weitere Gemeinheiten und als wehrlose Ersatzopfer erkannt, werden sie in die tobende Schlacht miteinbezogen und lernen während dieser Nacht mehr über sich selbst, als sie jemals wissen wollten…

Niemals zuvor wurde ein Beziehungsdrama so schonungslos und ehrlich durchkämpft und durchlitten wie in diesem Film. Kein zweites mal wurde dieses oder ein ähnliches Thema mit einer so beängstigenden Intensität und Lust dargestellt wie von Liz Taylor und Richard Burton.

Ein absoluter Ausnahmefilm!

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