16. Dezember

D 1968, 87 Minuten, 35mm
Regie: Werner Herzog
Mit Peter Brogle, Wolfgang Reichmann, Wolfgang Stumpf, Wolfgang von Ungern-Sternberg

Werner Herzogs erster Spielfilm, 1967 in schwarz-weiß gedreht, zeigt Bilder von großer Schönheit und intensiver Stimmung. Bilder, die so nur in schwarz-weiß möglich sind. In den Köpfen der Zuschauer entsteht die Illusion davon – eine Illusion, die in Farbe niemals einlösbar wäre. Die griechische Landschaft, die flirrende Hitze, das Meer, Menschen und Tiere. Die Hauptperson von „Lebenszeichen“ wird verrückt davon, man kann es nachvollziehen…

Die selbstzweckhafte, titanische Revolte des Einzelnen steht bereits in diesem Frühwerk Herzogs im Zentrum. Dabei kündigt sich der Abstieg in den Wahnsinn eines Kinsiks nur subtil an: Überdruss, Aufgabenlosigkeit, Orientierungslosigkeit … und die brütende Hitze der Insel: All das mag zu der fatalen Entwicklung beitragen. Daneben stehen jene Kuriositäten, die man auch in Herzogs späteren Filmen wiederentdeckt: Menschen und ihre Eigenarten, ihre Tragik.

Mit „Lebenszeichen“ gelang dem damals 25-jährigen Werner Herzog der Durchbruch. Sein Filmdebüt wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis (1968) und als „Bestes Erstlingswerk“ bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin geehrt.

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