23. Dezember

OT: À bout de souffle
Frankreich 1960 , 87 Minuten, 35 mm, OmU
Regie: Jean-Luc Godard
Mit Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Daniel Boulanger, Jean-Pierre Melville, Henri-Jacques Huet, Van Doude

Michel, ein heimatloser Ganove, der sich auf Autodiebstahl spezialisiert hat, wird bei der Fahrt mit einem gestohlenen Wagen von einem Polizisten erwischt und erschießt diesen. Der Einzelgänger kehrt scheinbar unberührt nach Paris zurück und flirtet mit der amerikanischen Studentin Patricia, bei der er Unterschlupf findet. Doch die Polizei kommt ihnen auf die Spur…

Außer Atem ist ein Klassiker des französischen Kinos und der Nouvelle Vague und der erste Langfilm von Jean-Luc Godard. Der Film entstand nach einem von Godard umgeschriebenen Drehbuch von François Truffaut, das wiederum auf einem Zeitungsbericht über einen Polizistenmord basierte.

Außer Atem ist auch aufgrund seiner innovativen filmischen Mittel berühmt geworden. Dazu zählen die Verwendung einer Handkamera, Available-Light-Aufnahmen statt aufwändiger Beleuchtung und die Schnitttechnik des Jump Cut. Der Film wurde nicht im Studio, sondern an Originalschauplätzen, nämlich auf dem Land, in Zimmern und den Straßen von Paris gedreht, was einen Bruch mit den bisherigen Methoden darstellte. Godard wollte das Leben dort filmen, „wo es ist“. Er sah seinen Film als „ein[en] Film ohne Regeln oder dessen einzige Regel hieß: Die Regeln sind falsch oder werden falsch angewendet“.Schon deshalb war der Film für die damalige Zeit absolut revolutionär. Manche Zeitgenossen verglichen Godards filmtechnische Revolution mit dem Kubismus, der die Regeln der Malerei brach.

Zum besonderen Flair des Films tragen auch die Alltagsgeräusche der Metropole Paris und die Filmmusik bei, die großteils von dem bekannten Jazzpianisten Martial Solal interpretiert wurde.

{rokboxthumb=|images/stories/trailer.png|}http://www.youtube.com/watch?v=w2hDR_e1o1M{/rokbox}