28. Oktober

USA 2003, 82min, DVD, OmenglU
Regie: Andrew Douglas
Mit Harry Crews, Johnny Dowd, David Eugene Edwards

Jim White führt das Publikum in einem alten Auto und mit einer Jesus-Statue im Kofferraum durch die Backwoods, besucht Gefängnisse, Kohleminen, ekstatische Gottesdienste, aber auch simple Barber-Shops, Bars und Vorstadt-Szenerien – kurz: Er zeigt jene Landstriche, wo, wie es Brett Sparks von der Handsome Family sagt, eine «grosse Tradition der Armut» herrscht. Einer Romantisierung des Südens verschliesst sich der Film voll und ganz. Man vergisst sie nicht so leicht, die alte, faltige Frau, die aus einer Waldhütte ihre keuchenden Predigten in den Äther schickt, die feiernden Leute aus der Bar («It‘s not about drinking, it‘s about family») oder den Minenarbeiter, der seine Weltsicht in drei Sätze fasst: «Ich mag die Stadt nicht. Gott hat die Natur geschaffen, auch die Kohle, er will, dass wir so leben. That‘s all.» Sie sind ein bisschen unheimlich und ziemlich würdevoll – wie ihre Geschichten und ihre Songs. «Der Süden ist eine Atmosphäre», sagt Jim White, und die Handsome Family, Johnny Dowd, David Eugene Edwards und andere unterstreichen das in diesem starken Film durch ihre Musik. Christoph Felllmann NZZ

“An amazing piece of work. The film essentially follows one man, JimWhite, as he deals with both his own and the South’s demons… and in theprocess we are given a musical tour of another planet. Beautiful dark and weird stuff.“ David Byrn