13. Mai

Сталкер
Sowjetunion 1979, 163 Min., 35mm, Deutsche Fassung
Regie: Andrei Tarkowski
Mit: Alexander Kaidanowski, Alissa Freindlich, Nikolai Grinko

Zwei Männer, die als „Professor“ und „Schriftsteller“ bezeichnet werden, verlangt es danach, eine Reise in die verbotene Zone zu unternehmen. Sie sind auf der Suche nach einem Raum der ihnen alle Wünsche erfüllen soll. Um ihn zu finden brauchen sie die Hilfe eines Stalkers, der sie durch genaue Kenntnis der Eigenarten und Gefahren der mysteriösen Zone dorthin führen kann. Unterwegs verändern sich auch die Hoffnungen und Weltsichten der drei Reisenden. Neben „Solaris“ ist „Stalker“ Tarkowskis bekanntester Film. Er bricht mit herkömmlichen Erzählweisen und hält sich nicht an übliche Genregrenzen. Wenige Dialoge und ein minimaler Dark-Ambient-Sound lassen der eigenwilligen und verschlüsselten Bildsprache viel Raum. Die komplexe Thematik sperrt sich gegen eindimensionale Interpretationen und bleibt für verschiedene Sichtweisen der Zuschauer offen. „Jedes Landschaftsbild ist […] Zeugnis eines Prozesses, in dem Natur, Gesellschaft und Geschichte sich durchdringen. […] Alle Geschichte ist für Tarkowski Naturgeschichte, verstanden als fortschreitende Zerstörung von Natur, die auf den Menschen übergreift. Ihr „Schauplatz“ ist die Landschaft, die zur Ruine wurde. […] Geschichte ist gerade in und an der Landschaft als Albtraum zu entziffern.“ Bernd Kiefer