27. Mai

Frankreich 2009, 161 Minuten, 35mm, OF
Regie: Gaspar Noé
Mit: Nathaniel Brown, Paz de la Huerta, Cyril Roy

Nachdem ihre Eltern bei einem Unfall verstorben sind, haben sich die Geschwister Oscar und Linda geschworen sich nie wieder zu trennen. Mittlerweile hat es die beiden nach Tokio verschlagen: der drogensüchtige Oscar schlägt sich als Dealer durch, seine Schwester Linda ist Tänzerin in einem Nachtclub. Bei einer Razzia in einem Club mit dem Namen „The Void“ wird Oscar angeschossen. Bis zu diesem Punkt wird das Geschehen konsequent aus Oscars Sicht präsentiert -inklusive Blackouts, Blinzeln und Drogenrauch. Erst nach der Schießerei löst sich die Kamera von Oscars Blick.

Regisseur Gaspar Noé versuchte in „Enter The Void“ unter anderem seine eigenen Drogenerfahrungen filmisch dar- bzw. nachzustellen. Aber nicht nur der eigene Rausch stand Pate für die visuelle Konzeption des Films. Neben Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ sind unter anderem auch Einflüsse von Kenneth Anger und Brian DePalma in Noés Bildern wiederzufinden.

„Herausgekommen ist eine gleichermaßen verstörende wie faszinierende Kinoerfahrung, die einen trotz greller, manchmal allzu plakativer Bilder und irritierend assoziativer Erzählführung in ihren Bann zu schlagen vermag.“ Spiegel