29. April

The Treasure of the Sierra Madre
USA 1948
Regie: John Houston
Mit: Humphrey Bogart, Walter Huston, Tim Holt
121 Min., 35mm, deutsche Fassung

Mexiko 1925: Der Amerikaner Freddie Dobbs ist in Tampico gestrandet und hält sich mit Betteln über Wasser, mit seinem Landsmann Curtin jobbt er als Tagelöhner. In ihrer Unterkunft hören sie mit großer Neugier, wie der alte Goldsucher Howard von seinen besseren Tagen erzählt. Howard begeistert die beiden für eine Expedition zu einer hoch in den Bergen gelegenen Goldader. Bereits die Anreise wird zum gefährlichen Abenteuer. Der mühsame Fußweg durch Sandstürme und Dschungel bringt Dobbs und Curtin fast dazu aufzugeben, während sich der rüstige Howard über seine jungen Begleiter lustig macht. Die Mühe lohnt sich jedoch, die Mine erweist sich als wahre Goldgrube. Argwöhnisch ist Dobbs um seinen Anteil besorgt und fordert, dass das Gold sogleich geteilt wird. Vergeblich versuchen Howard und Curtin, ihren Kameraden zu beruhigen. Als plötzlich ein Fremder auftaucht, eskaliert der Konflikt…

„Der Schatz der Sierra Madre“, ein Klassiker des Genres, John Huston erhielt zwei Oscars für Regie und Drehbuch, sein Vater einen als bester Nebendarsteller. Die Dreharbeiten fanden unter strapaziösen Bedingungen an Originalschauplätzen statt. „Ein Drehort war erst dann so richtig nach seinem Geschmack, wenn wir ein paar Flüsse durchqueren und in der Sonne durch schlangenverseuchtes Terrain wandern mussten“, erinnerte sich Bogart an seinen Regisseur. Mit dabei war ein Beobachter, der sich als der mysteriöse Autor B. Traven entpuppte. Er schrieb seine gleichnamige Erzählung 1927. In „Der Schatz der Sierra Madre“ verbinden sich psychologische Charakterstudien mit klassischen Spannungselementen zu einem ungewöhnlichen Western.