18. Februar

USA 2001
Regie: John Cameron Mitchell
mit John Cameron Mitchell, Michael Pitt, Miriam Shor
91 Minuten, 35 mm, Originalfassung

Im tristen Ost-Berlin träumt der junge Hansel davon mal ein Rockstar zu sein. Als sich der GI Luther in den Jungen verliebt, sieht Hansel darin auch eine Chance der DDR zu entkommen. Doch um zu heiraten muss sich Hansel erst einer Geschlechtsumwandlung unterziehen („To walk away, you gotta leave something behind“). Aus Hansel wird Hedwig, doch die Operation hat einen kleinen „Schönheitsfehler“. Aber auch die junge Ehe steht unter keinem guten Stern. Nach nur einem Jahr wird Hedwig sitzengelassen. In einem Trailer-Park in der Einöde von Kansas beschließt Hedwig eine Band zu gründen.

Regiesseur John Cameron Mitchell (Shortbus) übernimmt nicht nur die Hauptrolle, sondern war auch zusammen mit dem Komponisten Stephen Trask für das gleichnamige Off-Broadway-Musical verantwortlich. Trotz eines relativ geringen Budgets wartet der Film mit aufwändigen Kostümen und Bühnenbildern auf. Ähnlich der Rocky Horror Picture Show bauten Musical und Film schnell eine eingeschworene Fangemeinde auf, doch Hedwig and the Angry Inch ist um einiges wilder und provokanter als das britische Vorbild. Trotzdem verliert der Film nie seine Figuren aus dem Blick. „Strange, how the movie seems to be loud, flashy and superficial, and yet gives a deeper dimension to its characters.“ (Roger Ebert)

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