28. Januar

Yume (Träume)
Japan/USA 1990
Regie: Akira Kurosawa
mit Akira Terao, Martin Scorsese, Mitsunori Isaki
119 Minuten, 35 mm, OmU

In den acht Episoden seines 29. und drittletzten Films erzählt Japans Meisterregisseur Akira Kurosawa wichtige Träume aus verschiedenen Stadien seines Lebens. Die acht Träume umfassen zusammen ein Menschenleben und reichen von den 1910er bis zu den 1980er-Jahren, in denen er Stationen seines eigenen Lebens anhand seiner eigenen Träume nochmals durchlebt. Er setzt sich dabei mit Kindheitserinnerungen, Ängsten, Mythen und Hoffnungen auseinander, die er detailreich und in faszinierenden Bildern inszeniert. Der farbenprächtige Film funktioniert mehr über Visuelles als über Sprache. Bei den Spezialeffekten dieses magischen Bilderrausches war u.a. George Lucas behilflich.

Inhaltlich reicht das Spektrum von zärtlichen frühen Erinnerungen , seiner Leidenschaft für die Malerei (van Gogh wird übrigens von Martin Scorsese gespielt) bis hin zu apokalyptischen Visionen über die atomare Bedrohung und den Zerfall Japans. „(…) eine großartige, immens vereinnahmende Erfahrung, die deutlich surrealistisch ist, ein meisterhafter Strudel von Imaginationen, Sounds und Musik.“ (Neue Visionen)

„Filme sind auch eine Kunst, unsichtbare Dinge zu vermitteln. […] ‚Akira Kurosawas Träume‘ sucht die ‚innere Wahrheit‘, die Seele des Menschen.“ (Josef Nagel in filmdienst 2003)