03. Dezember

Festen
Dänemark 1998
Regie: Thomas Vinterberg
mit Ulrich Thomsen, Henning Moritzen, Thomas Bo Larsen
101 Minuten, 35 mm, OmU

Hotelier Helge feiert seinen 60. Geburtstag. Die ganze Familie, Freunde und Verwandte reisen an, um in dem schönen Landhotel das Jubiläum zu begehen. Aber wie so oft bei Familienfesten ist es hinter den Kulissen alles andere als idyllisch. Doch das soll die große Party nicht stören. Man setzt sich an die feierliche Tafel, und es kann beginnen. Christian, der älteste Sohn, hält die Eröffnungsrede und deckt völlig unerwartet ein düsteres Kapitel in der Familiengeschichte auf.
Der dünne Schleier der Wohlanständigkeit ist damit endgültig zerrissen. Nach diesem Tag wird nichts mehr so sein wie vorher.

Mit verstörender Intensität inszeniert Thomas Vinterberg ein Familienmelodram, dessen schonungslose Direktheit und scharfe Ironie die Brüchigkeit familiärer Strukturen aufzeigt.
Vor der Handkamera von Kameramann Anthony Dod Mantle gibt es kein Entrinnen. Sie ist unmittelbar am Geschehen und zeichnet schonungslos und unbarmherzig auf.

„Das Fest“ war der erste nach den Regeln des Dogma 95 produzierte Film.
Dogma 95 (dänisch: Dogme 95) ist ein von den dänischen Filmregisseuren Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen unterzeichnetes Manifest für die Produktion von Filmen. Dieses Manifest richtet sich insbesondere gegen die zunehmende Wirklichkeitsentfremdung des Kinos und verbannt Effekte und technische Raffinessen, Illusion und dramaturgische Vorhersehbarkeit.

„Das Fest“ wurde 1998 als europäische Entdeckung des Jahres mit dem Europäischen Filmpreis sowie mit dem Spezialpreis der Jury in Cannes geehrt.

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