26. November

Deutschland 1981
Regie: Adolf Winkelmann
DarstellerInnen: Detlev Quandt, Uli Heucke, Hermann Lause, Martin Lüttge, Tana Schanzara
35mm, 100 Minuten

Bergarbeiter Katlewski (Detlev Quandt) ist Anfang 20 und hat schon genug von seinem Leben. Knapp 10 Tausend Mark hat er an Schulden aufgenommen, nur damit sich seine Frau eine neue, in der Nachbarschaft besonders angesagte, Schrankwand zulegen kann. Er geht „unter Tage“ und verschwindet. Zwei Wochen später taucht er in Dortmund wieder auf und versucht ein neues Leben zu beginnen. Für den Schnitt mit seinem alten Leben hat sich Katlweski schon mal eine Motorsäge besorgt, denn „es kommt der Tag, da will die Säge sägen“.

„Jede Menge Kohle“ ist der zweite Film aus Adolf Winkelmanns Ruhrgebietssaga. Wie schon im Erstling „Die Abfahrer“ hat der Regisseur die Hauptrolle mit dem Laiendarsteller Detlev „Delle“ Quandt besetzt. Quandt hat sich dermaßen mit seiner Rolle identifiziert, dass er es im Anschluss an den Film seiner Rolle gleichgetan hat und ausgestiegen ist. „Jede Menge Kohle“ wird häufig vernachlässigt, wenn über den Neuen Deutschen Film gesprochen wird, dabei kam der Film 1981 bei der Kritik und beim Publikum sehr gut an und konnte sogar den Deutschen Filmpreis in Silber und für die Kameraarbeit in Gold für sich verbuchen. Deshalb greift es auch zu kurz den Film auf seinen spröden Ruhrpottcharme und lakonischen Witz zu reduzieren, denn auch technisch und künstlerisch war der Film auf der Höhe seiner Zeit.

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