01. Oktober

USA 2008
Regie: Kelly Reichardt
DarstellerInnen: Michelle Williams, Wally Dalton, Will Oldham
35mm, OmU, 80 Minuten

 

Wendy (Michelle Williams) ist auf dem Weg von Indiana nach Alaska. Dort werden noch Menschen gebraucht. Das hat die Mittzwanzigerin zumindest gehört. Also hat sie, die zuvor bei ihrer Schwester und deren Mann untergeschlüpft war, sich zusammen mit ihrem treuen Hund Lucy auf den Weg gemacht. Bis nach Oregon hat sie es bisher in ihrem alten, ziemlich klapprigen Wagen geschafft. Doch nun will er nicht mehr anspringen, und Wendy ist irgendwo im Umland von Portland gestrandet. Die Reparatur wird teuer, dabei geht ihr das Geld sowieso schon langsam aus. In ihrer Verzweiflung stiehlt sie für Lucy ein paar Dosen Hundefutter in einem Supermarkt und löst damit eine tragische Kettenreaktion aus. Als sie nach mehreren Stunden von der Polizei wieder freigelassen wird, ist Lucy, die Wendy vor dem Supermartkt angebunden hatte, spurlos verschwunden…

„Wendy and Lucy“ steht in einer Reihe jüngerer US-amerikanischer Independent-Filme.

Mit minimalistischer Ästhetik und sparsam eingesetztem Mitgefühl schafft Kelly Reichardt (OLD JOY) ein sehr genaues Bild des Kapitalismus, in dem auf der Erfolgsleiter nach oben alles möglich scheint, der Absturz aber sehr viel wahrscheinlicher ist.

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